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Kurzantwort: Ein Solarkäfig verhindert Taubennester unter der PV-Anlage ohne Bohren, montiert direkt an den vorhandenen Modulklemmen.
Bayern hat mehr installierte Photovoltaik-Leistung als jedes andere Bundesland, mit großem Abstand. Genau das macht bayerische Dächer für Tauben interessant. Unter den Modulen finden sie Schutz vor Wind, Regen und Fressfeinden, ein Nistplatz wie gemacht für sie. Die Folge sind Kot, Federn und Nistmaterial, die sich unter der Anlage ansammeln. Taubenschutz für Photovoltaikanlagen ist deshalb in München, Augsburg, Ingolstadt und vielen anderen bayerischen Städten eines der ersten Themen, mit denen sich Betreiber beschäftigen, sobald die eigene PV-Anlage installiert ist.
Der Solarkäfig schließt den Bereich unter den Modulen mechanisch ab, ohne dabei Löcher ins Dach oder in die Modulrahmen zu bohren. Das Gitter wird an den vorhandenen Modulklemmen eingehängt und verhindert, dass Tauben überhaupt erst unter die Anlage gelangen. Erhältlich in drei Höhen (15, 20, 25 cm) und zwei Materialien: verzinkter Stahl für den Standardeinsatz, Edelstahl für besonders korrosive Umgebungen.
Taubenschutz für PV-Anlagen in München
München betreibt seit mehreren Jahren ein städtisches Stadttaubenkonzept mit betreuten Taubenhäusern, die gezielt Eier gegen Attrappen austauschen, um den Bestand zu regulieren. Das zeigt, wie hoch der Handlungsdruck in der Stadt ist. Für private Dächer gilt laut Landeshauptstadt München ausdrücklich: Taubenabwehrmaßnahmen an Gebäuden sind Sache der Eigentümer, die Stadt selbst darf hier weder anordnen noch verbieten. Wer seine Photovoltaikanlage in München oder im Umland (Fürstenfeldbruck, Dachau, Freising) betreibt, ist also selbst dafür verantwortlich, das Dach zu schützen, am besten vor dem ersten Nistversuch. Ein bereits besetztes Nest steht unter Naturschutz und lässt sich nicht ohne Weiteres entfernen.
Taubenschutz für PV-Anlagen in Augsburg
Augsburg hat mit dem betreuten Taubenhaus-Modell zur Bestandsregulierung eine Vorreiterrolle: Das sogenannte "Augsburger Modell" wurde inzwischen von mehreren bayerischen Städten übernommen, darunter München. Für Betreiber von Photovoltaikanlagen in Augsburg heißt das im Umkehrschluss: Die Taubenpopulation in der Region ist entsprechend groß, und ungeschützte Dächer, gerade großflächige Gewerbeanlagen mit Hallendächern oder Solarparks am Stadtrand, bieten viele geschützte Ecken unter den Modulreihen.
Taubenschutz für PV-Anlagen in Ingolstadt
Ingolstadt und die Region entlang der Donau sind stark industriell geprägt, mit entsprechend vielen Gewerbeflächen mit Photovoltaik auf Hallendächern. Auch private Wohnhäuser mit Aufdach-Anlagen sind betroffen: Sobald in der Nachbarschaft eine Taubenkolonie existiert, wandern einzelne Tiere gezielt zu ungeschützten Dächern ab. Die Montage des Solarkäfigs funktioniert unabhängig von der Dachneigung: Das Gitter wird direkt an den vorhandenen Modulklemmen eingehängt, die bei den meisten Aufdach-Systemen frei am Modulrand liegen. Nur bei Sonderkonstruktionen, bei denen die Klemmen verdeckt oder schwer erreichbar verbaut sind, lohnt sich vorab ein kurzer Check.
Verzinkt oder Edelstahl: welches Material passt?
| Verzinkter Stahl | Edelstahl | |
|---|---|---|
| Einsatzbereich | Standard, Wohn- und Gewerbegebiet | Unmittelbare Nähe zu Güllelagern, Ställen, Biogasanlagen oder aggressiver Industrieluft |
| Korrosionsbeständigkeit | Gut | Sehr hoch |
| Preis | Günstiger | Höher |
| Lebensdauer | Lang | Sehr lang |
Für die meisten Standorte in München, Augsburg und Ingolstadt reicht verzinkter Stahl aus. Relevant wird die Materialfrage vor allem bei PV-Anlagen auf oder neben landwirtschaftlichen Betrieben, ein Thema mit Gewicht im PV-starken Bayern: In unmittelbarer Nähe zu Güllelagern, Stallungen oder Biogasanlagen ist die Ammoniakkonzentration in der Luft deutlich höher als in normaler Wohnbebauung. Verzinkter Stahl hält das in den meisten Fällen gut aus, bei direkter Nähe zu Güllelagern oder schlecht belüfteten Stallanlagen bietet Edelstahl die höhere Reserve.
So funktioniert die Montage
- Höhe wählen (15, 20 oder 25 cm, abhängig vom Abstand zwischen Modul und Dach)
- Solarkäfig-Rolle am Modulrand entlang der Klemmen einhängen
- Ecken mit Ersatzhaken sichern
- Fertig, kein Bohren, keine Dachdurchdringung
Die Montage lässt sich in den meisten Fällen ohne Fachbetrieb durchführen. Bei sehr großen Dachflächen oder schwer zugänglichen Anlagen empfiehlt sich Unterstützung durch den Solarteur, der die Anlage installiert hat.
Die ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung mit allen Details zu Werkzeug, C-Klemmen und Sonderfällen (Dachfenster, Dachziegel-Sicken) gibt es in unserer Installationsanleitung.
Mehr zum Thema: unser ausführlicher Ratgeber zur Taubenabwehr geht auf weitere Methoden und Details ein, im Artikel was Taubenschutz kostet findest du eine Preisübersicht nach Anlagengröße. Das komplette Solarkäfig-Sortiment gibt es hier.